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In unregelmäßigen Abständen bringen wir hier Infos zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Fotografie. Mal vor, mal hinter der Kamera.



10.10.2017

Das kannst du doch mit PHOTOSHOP machen.

Eine Bemerkung, die ich immer wieder bei Shootings höre, wenn irgend etwas noch nicht ganz passt. Stimmt – ich kann mit Photoshop fast alles so hinbiegen, dass es dann passt. Der Haken daran ist, das ich mit Photoshop bedeutend länger brauche als wenn ich das Foto nochmals gemacht hätte. Es gibt beim Fotografieren einige Möglichkeiten, um Mankos zumindest zu minimieren.

Was man sich unbedingt merken sollte: Aus einem schlechten Foto wird durch Photoshop in den seltensten Fällen ein wirklich ein gutes Foto. Photoshop dient in erster Linie dazu, Fotos zu optimieren bzw. Composings zu erstellen.

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10.09.2017

WAS FÜR KLEIDUNG soll ich zu einem Shooting mitbringen? Wie soll ich mich SCHMINKEN? Fragen, die mir vor einem Shooting immer wieder gestellt werden.

Meine Antwort: Wie willst du auf dem Foto aussehen?

Ganz einfach so wie du bist: Dann ziehst du deine Lieblingsklamotten an und schminkst dich so, wie du es gewöhnt bist.

Sportlich: Du wählst ein Outfit, bei dem dein Körper und deine Muskeln gut zur Geltung kommen und schminkst dich dezent.

Elegant, attraktiv, sexy: Deine Figur, Kleidung, Haare sowie dein MakeUp stehen im Vordergrund. MakeUp darf ruhig etwas stärker aufgetragen werden. Bei der Kleidung musst du berücksichtigen, was an der Figur hervorgehoben werden soll. Sind es zum Beispiel deine Beine, dann ist ein langes, weites Kleid oder eine Jogginghose nicht unbedingt optimal. Da eignet sich eine enge Jeans oder ein kurzer Rock bzw. Kleid in Verbindung mit Highheels viel besser.

Wenn du dir nicht sicher bist, dann ruf mich ganz einfach an. Wir finden bestimmt das für dich optimale Outfit.

Weitere Infos und Tipps, zum Teil speziell für TFP-Shootings, findest du unter Only Models.

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03.09.2017

„GRANTELN“ MUSS AUCH MAL SEIN :-)

Betrifft nicht die, mit denen ich in der Vergangenheit erfolgreich und harmonisch zusammengearbeitet habe. Und die, die es betrifft werden es wahrscheinlich nicht lesen :-) Macht auch nichts. Ich lasse mich nicht so leicht ärgern – da büßt man nur für die Fehler der anderen. Ich ziehe die Konsequenzen und reagiere halt entsprechend.

Aus aktuellem Anlass ein paar Beispiele, die ich gar nicht mag:

Ein Shootingtermin ist fest vereinbart und das Model teilt mir kurz vor dem Termin per Facebook mit, dass es nicht kommen kann. So in dem Stil: Hey, ich kann heute doch nicht kommen, müssen wir verschieben, Auto kaputt, Oma gestorben, muss arbeiten, zu kalt usw.. Ich sitze nicht immer vor dem PC. Da kann es durchaus sein, dass ich es relativ spät mitbekomme. Es gibt auch ein Telefon – wäre etwas persönlicher. Beim ersten Mal akzeptiere ich den geplatzten Termin, auch wenn es für mich ärgerlich ist. Meist ist ein Shooting mit umfangreicheren Vorbereitungen verbunden.

Beim zweiten Mal habe ich in der Regel bereits ein ernsthaftes Problem, der Begründung zu glauben.

Sollte es wirklich noch zu einem dritten Mal kommen – was eher nicht der Fall ist – dann ist mit weiteren Shootingterminen wirklich Schluss.

Was auch nicht geht, unausgeschlafen bzw. verkatert zu einem Shooting zu kommen, ungepflegte Haare, nachlässiges MakeUp, zerknitterte Kleidung, schmutzige Schuhe. Das werden einfach keine guten Fotos. Da macht ein Shooting wirklich keinen Sinn.

Was mich auch immer wieder nervt, wenn ich bei Rückfragen per Mail usw. keine Antwort bzw. eine Antwort sehr spät bekomme oder der Schriftverkehr aus für mich nicht erklärbaren Gründen abgebrochen wird. Kann noch keine Entscheidung getroffen werden, dann ist eine kurze Zwischenmeldung angenehm und ich kenne mich aus.

Fotoshootings sind für mich Teamarbeit. Sind oft mit viel Aufwand – vor, während und danach – verbunden. Respekt, Vertrauen – bei längerer Zusammenarbeit eventuell auch ein freundschaftliches Verhältnis auf fotografischer Ebene – ist mir sehr wichtig.

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28.08.2017

Diese Woche wurde mir die Frage gestellt, ob ich Passfotos mache. Sie findet in unserer Stadt keinen Fotografen, der Passfotos macht.

Warum ist das so? Ganz einfach: Es gibt in einem Supermarkt einen Passbildautomaten, der für 5 Euro Passfotos erstellt. Für diesen Preis kann kein Fotograf wirtschaftlich Passbilder anbieten und die wenigsten sind bereit, dafür angemessen zu bezahlen.

Ich mache Passfotos, aber nicht für 5 Euro. Jetzt zum Arbeitsablauf, damit ihr versteht, warum das so ist.

Der Kunde kommt ins Fotostudio, setzt sich hin. Ich schalte den Studioblitz ein, positioniere zum Aufhellen von Schatten einen Reflektor und mache das Foto. Das war der schnellste Part vom ganzen Workflow. Das Foto wird auf den PC übertragen und in der Software mittels einer Schablone so angepasst, dass es den biometrischen Anforderungen entspricht. Dieses Foto wird dann 4fach auf eine Druckvorlage kopiert und ausgedruckt. Zum Schluss werden die 4 Fotos mit einem Schneidegerät ausgeschnitten und in ein Passbild-Mäppchen gesteckt. Der Kunde bezahlt und verlässt das Fotostudio.

Ist diese Dienstleistung jetzt wirklich nur 5 Euro wert? Schafft ihr es, dass der Automat auf Anhieb ein gutes Foto von euch macht?

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21.07.2017

ZU WELCHER TAGESZEIT WERDEN DIE FOTOS AM SCHÖNSTEN? Ein Aspekt, der oft missachtet wird und man wundert sich dann, dass die Bilder doch nicht so toll sind.

Um es vorwegzunehmen, man kann zu jeder Tageszeit sehr gute Fotos machen. Nur kann es sein, dass dies nur mit sehr hohem materiellen Aufwand möglich ist.

Personen und Tiere lassen sich am leichtesten bei bedecktem, relativ hellem Himmel fotografieren. Scheint die Sonne, dann hat man ab Sonnenaufgang bis in den frühen Vormittag hinein sowie spätnachmittags bis Sonnenuntergang die besten Verhältnisse. Wobei frühmorgens die bessere Variante ist, weil einem das Licht nicht ausgeht, was spätabends durchaus schnell der Fall sein kann.

Die schlechtesten Verhältnisse herrschen vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Sie wirft bei Personen am Körper ungünstige Schatten, Personen werden von der Sonne eventuell geblendet. Das Licht ist hart und absolut nicht schön. Zudem kommt dazu, dass es im Sommer sehr heiß sein kann, man keinen Parkplatz findet bzw. die Location von Personen belagert wird.

Lässt es sich absolut nicht vermeiden, Personen während der Mittagszeit zu fotografieren, dann ist es empfehlenswert, für sie einen Platz im Schatten zu wählen und sie mit Blitzlicht zu fotografieren. Eine weitere Möglichkeit ist, Gegenlicht zu wählen, so dass das Gesicht nicht von der Sonne getroffen wird. Auch hier ist dann eine Aufhellung mit Blitz notwendig. Eventuell geht auch ein Reflektor. Laubbäume sind zu meiden, weil die Gesichter hier ganz oft einen Grünstich bekommen, was nicht gut aussieht.

Grundsätzlich ist es ratsam, bei Personenaufnahmen im Freien einen Blitz (je stärker, umso besser) bzw. einen Reflektor dabei zu haben.

Praxiswissen vermittle ich gerne in einem individuellen Workshop. Am besten gemeinsam mit einem Partner, der als Fotomodel fungiert :-) Kostet nicht viel und du hast anschließend viel mehr Freude an deinen Fotos.

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09.07.2017

WAS FÜR EINE KAMERA SOLL ICH MIR KAUFEN? (2) Heute geht es um die Vor- und Nachteile einzelner Systeme.

Jede Kamera hat ihre Existenzberechtigung. Welche Kamera die richtige ist, hängt in erster Linie davon ab, unter welchen Umständen ich fotografiere und wo anschließend die Fotos präsentiert werden.

Betrachte ich mir die Fotos nur am PC/Notebook bzw. ich drucke sie in relativ kleiner Größe aus, reicht durchaus eine Kompaktkamera. Sie ist klein und leicht und bei guten Lichtverhältnissen reicht die Qualität meistens. Ideal für Erinnerungsfotos.

Sind meine Ansprüche höher, weil ich auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren bzw. hochwertige großformatige Drucke erstellen will, dürfte eine Kompaktkamera meistens überfordert sein. Da ist eine Systemkamera die bessere Wahl. Ein großer Vorteil ist hier, dass ich das Objektiv passend zum Motiv wechseln kann.

Bei den Systemkameras sind die unterschiedlichen Sensorgrößen zu berücksichtigen. Je kleiner der Sensor, umso leichter und günstiger ist die Kamera. Die beiden verbreitetsten Systeme sind APS-C und Vollformat.

APS-C-Kameras sind im Vergleich zu Vollformat-Kameras leichter und günstiger, der Schärfebereich ist größer. Ideal bei Landschaften bzw. bei Makroaufnahmen. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass es bedeutend schwieriger ist, Motive vor dem Hintergrund freizustellen. Zum Beispiel Portraits mit unscharfem Hintergrund. Durch den sensorbedingten Verlängerungsfaktor sind bei entfernteren Motiven auch kleinere, leichtere und günstigere Teleobjektive ausreichend. Kleine Qualitätseinschränkungen sind bei sehr schlechten Lichtverhältnissen zu akzeptieren. Wie weit sie erkennbar sind, hängt aber wiederum davon ab, in welcher Größe das Foto betrachtet wird.

Die Königsklasse unter den Systemkameras ist die Vollformat-Kamera. Mit ihr gibt es fast keine fotografischen Grenzen. Dafür muss man allerdings auch akzeptieren, dass sie mehr kostet und mehr wiegt. Dies gilt besonders auch für die passenden Objektive.

Zum Schluss noch: Durch den Kauf einer teuren Fotoausrüstung werdet ihr nicht automatisch ein besserer Fotograf. Ihr bekommt damit nur ein besseres Werkzeug, mit dem manches leichter und besser zur Hand geht.

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01.07.2017

WAS FÜR EINE KAMERA SOLL ICH MIR KAUFEN? (1) Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird.

Eigentlich ganz einfach. Wie viel Geld kann bzw. will ich maximal für eine Kamera ausgeben. Damit wird schon mal entschieden, ob es nur für eine Kompaktkamera reicht oder ob es eine Systemkamera (Spiegelreflex, spiegellos) mit auswechselbaren Objektiven usw. sein darf. Unter 500 Euro geht da bei Systemkameras gar nichts. Man muss auch die Ausgaben für zusätzliches Zubehör wie Ersatzakku, Speicherkarten usw. berücksichtigen.

Weiter ist wichtig, wie groß bzw. wie schwer die Kamera sein darf. Was nützt die beste Systemkamera, die im Vergleich zu einer Kompaktkamera relativ groß und schwer ist, wenn ich sie nie dabei habe.

Jetzt kommt der schwierigste Teil. Es gibt nicht die perfekt Kamera. Bis jetzt gibt es noch nicht die Kamera, die klein und leicht ist, bei schlechtem Licht schnelle Objekte sowie Tiere in großer Entfernung fotografieren kann. Selbstverständlich will ich meine Fotos in bester Qualität als Poster drucken :-)

Das bedeutet, ich muss wissen, wo mein fotografischer Schwerpunkt liegt bzw. wie hoch meine Ansprüche sind.

Mehr dazu in einem meiner nächsten Blogs.

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01.06.2017

Wie kann ich vermeiden, dass Personen beim Fotografieren blinzeln? Ein Problem, das wir ganz oft bei Sonnenschein haben.

Die zu fotografierende Person steht vor einer schönen Landschaft, Sehenswürdigkeit usw. Die Sonne scheint ihr voll ins Gesicht und wird dadurch geblendet, sie hat Probleme, die Augen offen zu halten. Die Lösung: die zu fotografierende Person schließt die Augen, du zählst drei, zwei, eins. Bei eins muss die zu fotografierende Person die Augen öffnen und du machst im selben Moment das Foto. Dieser kurze Moment reicht meist, um ein Foto mit geöffneten Augen zu erhalten.

Funktioniert auch bei Gruppenaufnahmen, wenn Personen dabei sind, die gerne beim Fotografieren blinzeln.

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09.05.2017

Ned gschimpft is globt gnua – auf Hochdeutsch: Nicht gemeckert ist genug gelobt

Eine bairische Redensart, die sich in unserem Berufsleben wie auch privat immer mehr bewahrheitet. Bei Aufträgen, für die ich bezahlt werde, ist es mir egal – ich bekomme ja Geld. Gibt es Anerkennung, freue ich mich natürlich. Anders sieht es bei TFP-Shootings aus, für das ein Model Fotos bekommt und nichts dafür bezahlen muss.

Ein paar Beispiele:

Model verabschiedet sich nach dem Shooting ohne ein nennenswertes Feedback. Ich kann jetzt raten, ob es mit dem Shooting bzw. dem Ergebnis zufrieden war. Zeigt sich das Model jedoch begeistert, bin ich auch bei der anschließenden Bildbearbeitung ganz anders motiviert und es bekommt oft mehr wie vereinbart.

Nach den ersten bearbeiteten Fotos stelle ich diese in eine Fotogalerie zur Ansicht. Dem Model schicke ich den Link für die Galerie. Kommt keine Antwort oder nur ein kurzes OK oder ähnliches, kann ich raten, ob dem Model die Fotos gefallen.

Nach Abschluss der Arbeiten stelle ich die Fotos als Download bzw. auf CD zur Verfügung. Das Model informiere ich darüber. Kommt kein Feedback, kann ich wieder raten, ob ich meine Arbeit gut gemacht habe. Ich bin durchaus für berechtigte Kritik offen - nur so wird man besser. Ich bin deswegen keinem böse und dies ist also auch kein Hinderniss für eine weitere Zusammenarbeit.

Die Bestätigung, dass ich gut gearbeitet habe, bekomme ich manchmal erst, wenn das Model ein weiteres Shooting wünscht – was übrigens ganz oft der Fall ist   :-)

Zur Ehrenrettung der Models muss ich allerdings sagen, dass es auch Models gibt, die sich wirklich vorbildlich verhalten. Da macht so ein Shooting natürlich besonders Spaß. Diese Models werden bei Shootinganfragen auch bevorzugt.

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27.04.2017

WIE WICHTIG SIND DIR DEINE FOTOS? Diesmal geht es um die Fotos auf dem Handy bzw. in der Kamera.

Immer wieder stelle ich fest, dass die Fotos, die mit dem Smartphone bzw. mit der Kamera gemacht wurden, dort auch bleiben. Oft höre ich, dass sie sich extra eine große Speicherkarte gekauft haben, damit möglichst viele Fotos darauf Platz haben. Und wenn sie die niedrigste Bildqualität einstellen, dann haben noch viel mehr Fotos darauf Platz :-)

Was ist, wenn die Speicherkarte nicht mehr lesbar ist? Kommt immer wieder mal vor. Ist zwar selten, aber möglich. Oder man verliert die Kamera bzw. sie wird einem gestohlen. Dann sind eventuell sehr wertvolle Erinnerungen unwiederbringlich verloren!

Die Speicherkarte in der Kamera ist dafür da, die Fotos kurzfristig zu speichern. Im Urlaub, während eines Ausflugs usw. Danach müssen die Fotos unbedingt auf ein Notebook, PC oder ähnlichem übertragen werden. War dies erfolgreich, können die Fotos auf der Speicherkarte gelöscht werden. Jetzt geht es weiter. Jeder PC, jedes Notebook geht mal kaputt. Das ist nur eine Frage der Zeit. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Fotos zusätzlich noch vom PC bzw. Notebook auf eine externe Festplatte zu übertragen. Das Ganze ist nicht schwierig und kostet nicht viel Zeit. Wird die externe Festplatte noch an einem sicheren Ort aufbewahrt, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass wertvolle Fotos verloren gehen.

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18.03.2017

Diesmal geht es um DAS LIEBE GELD. Sehr oft bekommen wir Fotografen zu hören, dass wir für unsere Leistung viel zu viel verlangen. Ist das wirklich so?

Ein Arbeitnehmer erwartet vom Arbeitgeber, dass er für alle Tätigkeiten, die in Zusammenhang seiner Aufgaben stehen, angemessen bezahlt wird. Das selbe Recht haben auch wir Fotografen. Unsere Tätigkeit besteht nicht nur aus dem Fotografieren. Ein Shooting fängt mit der Vorbereitung, die Outdoor sehr umfangreich sein kann, an. Dann folgt das eigentliche Fotografieren. Die meiste Zeit wird für die Abschlussarbeiten benötigt. Alle Fotos durchsehen und davon die besten auswählen. Diese werden dann so optimiert, wie sich der Kunde das wünscht. Hautunreinheiten entfernen, Retuschen usw. Das kann sehr schnell auch mal die doppelte Shootingzeit betragen.

Wenn man jetzt den ach so hohen Preis durch die Anzahl der aufgewendeten Stunden teilt, dann ist er gar nicht mehr so hoch. Hinzu kommt noch, dass ich in hochwertige Ausrüstung investieren sowie Beiträge und Steuern bezahlen muss.

Noch ein Tipp: Wenn einem der Preis für ein Shooting zu hoch ist – trotzdem fragen. Ich rechne immer nach dem tatsächlichen Aufwand ab. Meist gibt es eine Möglichkeit, die Kosten zu reduzieren. Ein paar wenige, wirklich gute Fotos reichen oft. Es müssen nicht immer sehr viele, evtl. auch sehr ähnliche (Posen, Kleidung), sein. Gut vorbereitet zum Shooting kommen (Haare, Make Up, Kleidung) hilft, den Zeitaufwand zu verringern. Auch wird dadurch die Nachbearbeitung verkürzt.

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10.03.2017

FOTOGRAFIEREN MACHT MIR SPASS – stimmt. Aber ich fotografiere auch, um Geld zu verdienen. Unter bestimmten Voraussetzungen fotografiere ich auch mal kostenlos.

Das ist der Fall, wenn ich was Neues ausprobieren will. Neue Ausrüstung, Technik, Ideen, Locations usw. Ich profitiere davon und das Model bekommt dafür schöne und nicht unbedingt alltägliche Fotos als Belohnung. Und ich bestimme, was und wie fotografiert wird und ich lege auch fest, wie viele Fotos das Model bekommt. Wenn möglich, versuche ich immer, auch die Wünsche des Models zu erfüllen. Dies alles wird in einem Model-Release-Vertrag festgelegt.

Ansonsten fotografiere ich nur noch Models kostenlos, wenn wir uns schon länger kennen sowie eine gewisse gegenseitige Sympathie und Wertschätzung vorhanden ist. Dies zeigt sich für mich, wenn auch zwischen den Shootings eine lockere Verbindung über Facebook, Instagram usw. besteht. Hier steht für mich der Spaß am Fotografieren im Vordergrund und dass ich dem Model mit meinen Fotos Freude bereiten kann.

Was gar nicht geht, wenn ich nur dazu benutzt werde, um kostenlos Fotos zu bekommen. Wird immer wieder versucht. Die Krönung ist, wenn es dann für das Shooting nicht einmal ein „Danke“ gibt. Leider kein Einzelfall.

Zum Schluss noch ein paar positive Worte. Mit den meisten Models, mit denen ich shooten durfte, war ich sehr zufrieden :-) Weitere Infos zu TFP-Shootings findet ihr hier unter „Only Models“.

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05.03.2017

Heute geht es um den AUSDRUCK VON FOTOS – bzw. warum er nicht so ist, wie ihr euch das vorstellt. Ebenso erfahrt ihr, wann es sinnvoll ist, die Fotos am eigenen Drucker bzw. über einen Online-Dienstleister auszudrucken.

Das Problem beim Druck von Fotos ist, dass jeder Drucker, jede Tinte und jedes Fotopapier die Farben anders darstellt. Da gibt es keine Norm. Das bedeutet, wenn man absolut realistische Ergebnisse erzielen will, muss jede Kombination von Drucker, Tinte und Papier einzeln getestet und kalibriert werden. Nimmt man es nicht ganz so genau, ist es empfehlenswert, dass zumindest Originaltinte vom Druckerhersteller verwendet wird. Auch sollte der Drucker speziell für Fotoausdrucke geeignet sein. Je teurer der Drucker, umso besser ist in der Regel die Qualität.

Für mich ist der Ausdruck am eigenen Drucker nur dann sinnvoll, wenn ich die volle Kontrolle über meinen Ausdruck haben will und der Preis zweitrangig ist. Ansonsten ist es besser, man lässt die Fotos bei einem Online-Dienstleister drucken. Ist bedeutend billiger bei guter Qualität und hat mehr Möglichkeiten bei Format und Material (Acryl, Leinwand usw.) Wichtig ist, wenn die Fotos bereits bearbeitet und optimiert sind, dass die „Druckoptimierung“ bei der Bestellung deaktiviert ist. Wird von vielen automatisch angeboten. Eine doppelte Optimierung ist nicht sinnvoll - die Qualität des Drucks wird dadurch schlechter.

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01.03.2017

Ein professioneller Fotograf hat Fotos von euch gemacht. Ihr schaut erwartungsvoll die Fotos Zuhause am PC an und stellt fest: die Fotos sind zu hell bzw. zu dunkel, die FARBEN PASSEN NICHT. Was ist da schiefgelaufen?

Es gibt keinen Anlass zur Sorge. Der Grund ist, dass jeder Monitor ein Foto anders darstellt. Der eine dunkler, der andere heller, der nächste zeigt die Farben nicht naturgetreu an. Für mich als Profi ist es eine absolute Notwendigkeit, dass meine Geräte natürliche Fotos erstellen und anzeigen. Das heißt, meine Kamera und meine Monitor am PC sind kalibriert. Das bedeutet, sie sind so eingestellt, dass sie natürliche Fotos erzeugen bzw. anzeigen. Ist mit etwas Aufwand verbunden und muss regelmäßig kontrolliert werden.

Der Hauptgrund für euer Dilemma ist, dass ihr euren Monitor so eingestellt habt, wie es für euch persönlich am angenehmsten ist. Das ist für die tägliche Arbeit super – muss aber nicht unbedingt für Fotos passen. Übrigens, wenn ihr die Fotos auf dem Smartphone anschaut, schauen die Fotos in der Regel relativ natürlich aus. Da kann man auch nicht viel verstellen :-)

Bei einem Ausdruck über einen Online-Dienstleister passen die Fotos meist wieder – nicht immer. Wiederum anders schaut es beim Ausdruck am heimischen PC aus. Stichwort Kalibrierung. Mehr zum Thema Druck im nächsten Blogeintrag.

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22.02.2017

DAS RECHT AUF NAMENSNENNUNG – Ein Thema, das jeden betrifft, der Fotos von einem Fotografen veröffentlicht. Ein Recht, das ganz oft wissentlich oder unwissentlich missachtet wird und unangenehme Folgen haben kann.

Fotografen haben nach dem Gesetz (§ 13 UrhG) einen Anspruch darauf, bei einer Veröffentlichung ihrer Bilder namentlich genannt zu werden. Wer die Nennungspflicht nicht beachtet, begeht eine Urheberrechtsverletzung und kann zu Schadensersatz verklagt werden.

So viel zu den gesetzlichen Bestimmungen. Ich handhabe es so:

Bei kommerziellen Aufträge verzichte ich auf eine Namensnennung. Ich bekomme für den Auftrag Geld – das reicht mir. Oft ist es für den Auftraggeber bei kommerzieller Verwendung schwierig, den Fotografen zu nennen, ohne dass das Erscheinungsbild gestört wird. Werde ich trotzdem genannt, freue ich mich natürlich. Ist ja schließlich Werbung für mich.

Ganz anders sieht es bei TFP-Shootings aus. Hier bekomme ich ja kein Geld und das Ganze ist meist mit erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, den ich durch das Shooting habe. Hier verlange ich ohne wenn und aber, dass mein Name bei Veröffentlichungen genannt wird. Um dies zu erleichtern, händige ich für eine Veröffentlichung im Internet in der Regel zusätzlich zur Druckversion noch eine Internetversion mit meinem Logo aus. Da ist mir der Werbeeffekt durch eine Veröffentlichung sehr wichtig. Also bitte nicht das Logo entfernen und das Foto ohne Namensnennung veröffentlichen. Wem Logo und Namensnennung stört, kann leider nicht die Vorteile eines TFP-Shootings nutzen.

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20.02.2017

Heute geht es um Fotos, auf denen ihr eindeutig erkennbar abgebildet seid. Um das RECHT AM EIGENEN BILD, geregelt in § 22 KunstUrhG. Hört sich recht trocken an – ist es aber nicht und betrifft manche von uns immer wieder einmal.

Dieses Gesetz bestimmt, dass Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Das bedeutet in der Praxis, ihr dürft Fotos, auf denen eine Person eindeutig erkennbar und Hauptmotiv ist, nicht ohne deren Genehmigung veröffentlichen bzw. ihr müsst euch sicher sein, dass sie damit einverstanden ist. Sind mehrere Personen, eventuell im Hintergrund, auf dem Foto, kann man es etwas lockerer sehen, würde aber trotzdem sehr vorsichtig sein. Eine Missachtung dieses Gesetzes kann einem unter Umständen sehr teuer kommen. Vor allem, wenn es peinliche Fotos sind bzw. der Abgebildete findet sie peinlich. Beispiele findet man täglich in den sozialen Netzwerken.

Das bedeutet aber auch, dass auch ihr euch jederzeit wehren dürft, wenn von euch Fotos ohne Einwilligung veröffentlicht werden.

Dies soll für euch nur eine sehr einfache und kurz gehaltene Info zu einem in der Praxis eher komplexen Thema sein. Wer will, findet genügend ausführliche Artikel im Internet.

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13.02.2017

SIE HABEN EINE TOLLE KAMERA mit vielen Einstellmöglichkeiten, fotografieren aber immer mit „Automatik“. Wenn ich Sie danach frage, geben Sie mir bestimmt als Grund an, dass es ja so bequem ist und sie macht ja meist gute Fotos. Meistens - aber nicht immer.

Die Kameras sind mittlerweile so gut, dass sie in der Tat in den verschiedenen Automatikmodi Hervorragendes leisten. Sie haben nur ein Manko, sie können nicht Ihre Gedanken lesen bzw. kommen mit extremen Situationen nicht immer klar. Ein typisches Beispiel:

Sie fotografieren ein Brautpaar vor hellem Hintergrund. Vielleicht sogar im Gegenlicht. Die Braut trägt ein weißes Kleid, der Bräutigam einen dunklen Anzug. Die hellen Bereiche überwiegen. Die Kamera meint, die hellen Bereiche sind zu hell und dunkelt sie ab. Das Ergebnis: das Brautkleid wird einigermaßen korrekt dargestellt, das Gesicht der Braut dürfte eher zu dunkel sein – und vom Anzug des Bräutigams wird man bestimmt keine Einzelheiten mehr erkennen.

Sie sagen jetzt eventuell: Dann nehme ich einen Blitz. Das kann funktionieren – muss aber nicht.

Die Lösung ist, Sie fotografieren im manuellen Modus. Die vielen Einstellmöglichkeiten haben durchaus ihre Berechtigung und sind auch gar nicht so kompliziert. Sie fotografieren so, dass die Gesichter annähernd richtig belichtet sind. Dadurch wird zwar das Brautkleid eine kleine Idee zu hell, der Anzug des Bräutigams aber etwas heller, so dass alle Details gut zu erkennen sind. Damit haben Sie ein schönes harmonisches Foto, auch wenn der Hintergrund dadurch eventuell zu hell sein sollte.

Interessant ist auch, selbst zu bestimmen, was auf einem Foto scharf ist bzw. was unscharf sein soll. Da ist eine Kamera auch oft überfordert.

In individuellen Workshops, speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten, zeige ich Ihnen, wie Ihre Fotos in Zukunft noch besser werden und Sie noch mehr Spaß am Fotografieren haben.

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08.02.2017

Heute geht es um TFP-Shootings – bzw. was TFP-Shootings nicht sind.

Viele sehen in TFP-Shootings die Gelegenheit, günstig Fotos von sich zu bekommen. Sie glauben, dass sie die Anzahl der Fotos, das Thema, die Dauer des Shootings sowie die Location bestimmen können.

Das ist ein großer Irrtum! Es ist richtig, dass es eine Gelegenheit ist, günstig sehr gute und ausgefallene Fotos zu bekommen. Die Anzahl der Fotos, das Thema, die Dauer des Shootings sowie die Location wird aber in erster Linie von mir in Absprache mit dem Model bestimmt.

Warum mache ich das überhaupt? Bestimmt nicht aus reiner Nächstenliebe. In erster Linie verdiene ich mit der Fotografie bzw. Bildbearbeitung Geld. Das heißt, so ein TFP-Shooting muss auch mir was bringen. Es muss also ein auch für mich interessantes Thema bzw. eine interessante Location sein bzw. ich kann die Fotos für mich zur Eigenwerbung verwenden. Oft nutze ich TFP-Shootings auch, um neue Ausrüstung oder Beleuchtungstechniken zu testen.

Bei der Bildnachbearbeitung bestimme ich, in welchem Umfang die Fotos nachbearbeitet werden.

Und zum Schluss noch: Bedenkt bitte, ihr bekommt sehr schöne, oft auch außergewöhnliche Fotos von euch. Ich konnte was Neues ausprobieren, habe Werbematerial - letztendlich habe ich aber nur ein paar Fotos von fremden Frauen  blog

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag ein paar Missverständnisse ausräumen. Weitere Infos gibt es unter „OnlyModels“. Gegen Bezahlung erfülle ich selbstverständlich fast alle Wünsche.

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03.02.2017

Ein professioneller HOCHZEITSFOTOGRAF ist uns zu teuer. Ein Verwandter/Bekannter fotografiert auf unserer Hochzeit. Seine Urlaubsbilder sind so toll. Diese Aussage hören wir immer wieder.

Davon können wir nur abraten. Hochzeitsfotografie ist harte Arbeit. Er hat Stress und wird eure Hochzeit nicht besonders genießen. Hat er schon öfters Hochzeiten fotografiert? Kommt er mit schlechten Lichtverhältnissen und Zeitdruck klar? Hat er wichtige Ausrüstungsgegenstände zweifach? Technik versagt immer im ungünstigsten Moment. Könnt ihr damit leben, dass ihr keine tollen bzw. von wichtigen Momenten gar keine Bilder bekommt?

Unsere Empfehlung: Nennt uns die Momente von eurem Hochzeitstag, die euch besonders wichtig sind und eine Summe, die Ihr für die Fotos ausgeben wollt. Auf dieser Basis können wir ein individuelles und für euch bezahlbares Angebot machen. Am besten in Verbindung mit einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Wichtig und zum Teil für einen Amateur schwierig zu fotografieren ist die standesamtliche Trauung, die Zeremonie in der Kirche, Gruppenfotos, Hochzeitstorte anschneiden sowie der Brautwalzer. Die für euch wichtigen Augenblicke sollten von uns festgehalten werden. Wir haben die Erfahrung von zig Hochzeiten und die passende Ausrüstung. Die anderen Momente können dann Hochzeitsgäste fotografisch festhalten. Da können durchaus auch sehr gute Fotos entstehen. Es gibt halt keine Garantie dafür.

Und jetzt noch ein paar Worte zu unserer eigenen Hochzeit. Wir hatten keinen professionellen Hochzeitsfotografen. Unsere Hochzeit wurde von einem Hochzeitsgast fotografiert. Ergebnis: 1 Brautpaarfoto – und das wurde von mir mit dem Selbstauslöser erstellt. Der Grund: die Technik hat gestreikt bzw. mangelnde Erfahrung. Und was wirklich schlimm ist – mit zunehmenden Alter verblasst die Erinnerung an diesen Festtag und man wäre mehr als froh, wenn man ein paar Fotos hätte.

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01.02.2017

Was für Kleidung ist bei BEWERBUNGSFOTOS angebracht?

Diese Frage wird uns sehr oft gestellt. Wichtig ist, dass die Kleidung zum Beruf passt. Ein Angestellter in der Finanzbranche muss sich anders kleiden als ein Handwerker. Sind Sie sich nicht sicher, dann erkundigen Sie sich vorab, welcher Dresscode in Ihrem Zielunternehmen herrscht. Eine gute Informationsquelle ist eventuell die Internetpräsenz des Unternehmens.

Für Frauen gilt besonders: Schulterfrei ist tabu, ebenso tiefes Dekolletee und zu viel Make-up. Ein dunkler Blazer in Verbindung mit einer schlichten hellen Bluse passt fast immer.

Nachdem der Hintergrund des Bewerbungsfotos in der Regel eher hell ist, ist es empfehlenwert, keine zu helle Kleidung zu tragen.

Selbstverständlich ist eine saubere, knitterfreie Kleidung sowie gepflegte Haare.

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